Modernes Passionsbild in Maria am Gestade Wien

flehend

Kraftvoll gemalte Seele

Modernes Passionsbild in Maria am Gestade

Bereits vor zwei Jahren wurde in unserer Wiener Innenstadtkirche ein Gemälde der Salzburger Künstlerin Eva Kaiser präsentiert. Nun haben wir in Maria am Gestade abermals ein Bild von Eva Kaiser ausgestellt. Es trägt den Titel „flehend“ und wurde am Palmsonntag präsentiert.

Das großformatige Gemälde der Künstlerin wurde rechtzeitig zum Beginn der Karwoche erstmals in unserer Kirche gezeigt. An den Kartagen wird es Teil der in vielen Wiener Kirchen üblichen – meist volkstümlich gestalteten Szene – des „Heiligen Grabes“ sein. Auf diese Weise soll dieser Szene ein Impuls aus der zeitgenössischen Kunst zuteil werden.

Auf dem Bild ist im oberen Bereich genau in der Mitte der gekreuzigte Christus zu sehen. Sein Tod  scheint noch nicht eingetreten, das „Es ist vollbracht“ noch nicht gesprochen zu sein. Es ist eine Christusdarstellung mit ruhigen, wenn auch natürlich leidenden Gesichtszügen. Zusammen mit dem Gekreuzigten ist eine andere Gestalt zu sehen, welche aus ihm hervorwächst oder jedenfalls mit ihm verbunden ist. Diese zweite Gestalt wirkt geschunden und gequält. Der nach hinten hängende Kopf weist den Menschen, der hier dargestellt ist, als bereits tot aus. Um wen handelt es sich? Man kann an die Kreuzesnachfolge so vieler Märytyrer durch all die Jahrhunderte denken, weiters an die unzählbaren Opfer von Ungerechtigkeit, Ausbeutung, Missbrauch, Gewalt, Hass und Terror.

Die Verbindung zwischen Christus und jener zweiten Gestalt hält die Hoffnung aufrecht, dass das unschuldige Leid aller geschundenen und gequälten Menschen aufgehoben ist im Mysterium der Erlösung. Christus hat auf dem Bild von Eva Kaiser sein rechtes Ohr an jenem Herzen, das nicht mehr schlägt. Allein durch diesen Gestus des Hörens auf jemanden, der tot ist, wird der Tod besiegt und das neue Lebeninitiiert. Das Schweigen eines fertiggemachten Menschen wirkt hier immer noch als ein ausdrucksstarkes Wort, welches vom Sohn Gottes wahrgenommen, angenommen, mitgenommen und heimgenommen wird. Auf dem unteren Bildteil sind schließlich die Gewalttäter zu sehen. Eva Kaiser gelingt es eindrucksvoll deren stumpfe Rohheit dem Leiden und Lieben gegenüberzustellen.

 

Pater Martin Leitgöb

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